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Das TABU - Deine neue Schule

Fahrplan nach den Sommerferien

Neue 5. Klassen:
Donnerstag, 30.08.2018, 09:00 Uhr: Begrüßung und Einschulung in der Aula.

Neu in der gymnasialen Oberstufe:
Mittwoch, 29.08.2018, 08:00 Uhr: Erste Infoveranstaltung in der Aula.

12 G 1Standing Ovations erhielten die Darstellerinnen und Darsteller der diesjährigen Aufführung der Theater-AG am 25. und 26. Januar 2018. In diesem Jahr hatte sich die Theater-AG ein schwieriges Stück ausgesucht, das dazu noch eine exzellente Textkenntnis verlangt: Die zwölf Geschworenen. Das Stück von Reginald Rose wurde als Fernsehspiel 1954 erstmals gezeigt und 1957 entstand der berühmte Kinofilm mit Henry Fonda.

Zwölf Frauen und Männer sind als Geschworene berufen, um über einen 19-jährigen zu befinden, der seinen Vater erstochen haben soll. Sind die Geschworenen von seiner Schuld überzeugt, verhängt das Gericht die Todesstrafe.

20180123 105121Die Indizien sind erdrückend, der Fall scheint völlig eindeutig zu sein. Alles spricht für die Schuld des Jungen. So heben elf der Geschworenen ihre Hand, als es darum geht, ihn für schuldig zu befinden. Nur einer möchte noch einmal über den Fall reden. So entspinnt sich ein emotionaler Schlagabtausch, in dem nicht nur sachliche, sondern auch persönliche Motive eine Rolle spielen. Das Geschworenenzimmer wird zum Spiegel der Gesellschaft. Menschen, die im normalen Leben nie miteinander in Kontakt treten würden, müssen nun zu einem einstimmigen Urteil finden. Die Frage nach der Wahrheit führt alle Beteiligten zu einer schmerzhaften Auseinandersetzung mit sich selbst.

12 G 2Um dem Publikum ein möglichst eindrückliches Erlebnis der Verhandlung zu geben, wurde die herkömmliche „Guckkastenbühne“ aufgelöst. Statt dessen fand die Aussprache der zwölf Geschworenen mitten in der Aula an zwölf zum Kreis angeordneten Tischen statt. Das Publikum hatte man, sozusagen als Mitgeschworene, in zwei Halbkreisen um den „Verhandlungstisch“ gruppiert, so dass man das Gefühl erhielt, unmittelbar am Geschehen beteiligt zu sein.

So war es auch für einige Zuschauer zunächst ungewohnt, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler bis auf wenige Zentimeter nah an das Publikum traten. Die beklemmende Atmosphäre wurde dadurch aber umso greifbarer.

12 G 4Allerdings verlangte dieses Raumkonzept den Schauspielerinnen und Schauspielern einiges ab. Sie standen 2,25 Stunden unter ständiger Beobachtung durch ein äußerst aufmerksames Publikum. Alle mussten somit über diese ganz lange Zeit hinweg nicht nur in ihrer Rolle bleiben, sondern auch den umfangreichen Text der Rolle angemessen sprechen. Das Stück lebt von der Diskussion und Argumentation zwischen den Figuren, so dass der Text nicht einfach improvisiert werden konnte, sondern passgenau zum Tragen kommen musste. Während man bei einem Filmdreh eine Szenen beliebig oft nachdrehen kann, ist dies im Theater nicht möglich. Daher war neben der schauspielerischen Leistung auch die Textkenntnis der Gruppe beeindruckend. Alle zwölf Charaktere, wunderbar dargestellt von Nada Safadi, Anika Schöneseiffen, Fanta Kande, Marta Piecha, Paul Heße, Franka Hannemann, Jelka Schäfer, Philippos Afentopoulos, Sami Chakkour, Moritz Lewerenz, Franziska Latz, Nina La Londe und Michelle Spomer, begeisterten das. Publikum, denn allen Darstellerinnen und Darstellern gelang es überzeugend, den Charakter ihrer Figur durch Gestik und Mimik zu verkörpern und durch eine eigene Sprechweise zu unterstreichen. Das viele Proben hat sich gelohnt, wie der stürmische Applaus nach den beiden Aufführungen deutlich gezeigt hat.

Einen herzlichen Dank für zwei fantastische Aufführungen, die das Publikum begeisterten.

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intern