20180309 bigbandBig Band, Big Band Junior und Special Guests boten ein rundum gelungenes Konzert

Zahlreiche Besucher fanden trotz oder vielleicht auch wegen der klirrenden Kälte den Weg in die Aula des Tannenbusch-Gymnasiums, um sich bei gemütlich-schummrigem Ambiente mit buntem gedämpftem Scheinwerferlicht am feurig-satten Bigband-Sound, heißen Rhythmen und Swing „aufzuwärmen“. 

Das vielseitige Programm, welches neben Balladen, Swing-, Soul- und Rocknummern auch zwei Rapstücke bot, wurde neben der Big Band und der Junior Big Band auch noch von zwei Special Guests bereichert. 

Eröffnet wurde das Konzert von der Junior Big Band, die mit „Now`s the time“ und „I heard it through the grapevine“ direkt das Eis brachen. In unserer Talentschmiede, der Junior Big Band, werden überwiegend junge Schülerinnen und Schüler der unteren Klassen musikalisch gefördert und auf die perspektivische Karriere in der „großen“ Big Band vorbereitet. Bemerkenswert war, wie routiniert die Band sowie die Solisten die doch recht anspruchsvollen Stücke meisterten. 

Nach der Begrüßung durch die Bandleader Herr Böhme und Herr Rodarius präsentierte die Bigband mit „Little brown jug“, der durch Frank Sinatra weltweit berühmt gewordenen Nummer „Chicago“ und mit Duke Ellingtons „I`m beginning to see the light“ drei Swingnummern unterschiedlicher Tempi. Insbesondere beim letzten Stück kam der bemerkenswert satte und kraftvolle Sound der Band zur Geltung, was an dem glücklichen Umstand liegt, dass seit langer Zeit wieder alle Instrumentenstimmen der Band voll besetzt sind. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei unserem Kollegen und Special Guest Herrn Zelgert bedanken, der mit seinem Horn die Posaunen komplettierte.

Im Anschluss präsentierte ein weiterer Special Guest, unser Trompeter Egor Vashchenko, sehr ausdrucksvoll und virtuos auf dem Flügelhorn seine eigene Version von Errol Garners bekannter Ballade „Misty“. Anhand des entspannten Lächelns in den Gesichtern des aufmerksam zuhörenden Publikums konnte man erkennen, wie Egor sie mit seinem gefühlvollen Spiel in seinen Bann zog.  

David Müller, der nächste Special Guest und eigentlich Schlagzeuger in der Big Band, zeigte sich als wahres musikalisches Multitalent. Er performte live zwei eigens komponierte Raps, die er auch in seinem eigenen kleinen Tonstudio produziert hat. 

Im letzten Block präsentierte die Big Band, diesmal in Combo-Besetzung, das durch den legendären kanadischen Jazz Trompeter Maynard Ferguson bekannt gewordene Stück „Maiden Voyage“. Diese Swingnummer stellt sowohl durch das rasante Tempo, die komplexe Rhythmik, die sehr anspruchsvolle Harmonik als auch die langen Soloparts höchste Ansprüche an die ganze Band. In diesem Zusammenhang sind natürlich auch die herausragenden Leistungen unserer Solistinnen und Solisten Alina Adolf, Jana Weissgerber, Egor Vashchenko und Florian Malzmüller hervorzuheben, deren virtuose improvisatorische Fertigkeiten durch unseren Musikschulkollegen  Rüdiger Krey trainiert, gefördert und weiterentwickelt werden.

Der bekannte Queen-Klassiker „Crazy little thing called love“, den Freddie Mercury angeblich in 10 Minuten in der Badewanne komponierte, wurde 2003 von dem bekannten Jazzsänger Michael Bublé in einer Swingversion veröffentlicht. Glücklicherweise haben wir am Tannenbusch-Gymnasium unseren eigenen Michael Bublé in Person von Sami Chakkour, der als letzter Special Guest des Abends zusammen mit der Big Band das Stück sang. 

Zum Abschluss präsentierte die Big Band den von vielen Künstlern wie Luis Pirma, Tom Jones, Louis Armstrong oder sogar vom Ex-Van Halen-Sänger David Lee Roth interpretierten heißblütigen Ohrwurm „Just a gigolo / I ain`t got nobody“ und brachte mit diesem Stück die Stimmung auf den Siedepunkt. 

Die nach lang anhaltendem Applaus vom Publikum geforderte Zugabe rundete das rundum erfolgreiche Konzert ab.

Sehr stolz und auch etwas wehmütig, da nach dem Abitur einige Musiker die Band verlassen, blicken die Bandleader auf eine äußerst harmonische und sehr produktive Probenzeit zurück, die sehr viel Freude und Spaß bereitet hat. Besonders hervorzuheben ist der Umstand, dass die Band trotz der sehr breiten Altersspanne der Musiker (von der sechsten Klasse bis zur Q2) zu einer sehr homogenen Gruppe zusammengewachsen ist, in welcher die Älteren die Jüngeren musikalisch betreut und mitgezogen haben und die Jüngeren durch diese Motivation große musikalische Fortschritte machten. 

Für die sehr angenehmene und produktive Arbeit mit Euch möchten wir Bandleader uns ganz herzlich bedanken.

(Rodarius, Böhme) 

 

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